Arbeitsaufnahme der Projektstelle Regiopole Rostock
Seit dem 1. Mai 2012 unterstützt Christina Semlow als Projektreferentin den Initiativkreis der Regiopole Rostock.
Die künftige Ansprechpartnerin für die Regiopole Rostock heißt Sie herzlich willkommen auf der Seite der Regiopole und möchte sich Ihnen kurz vorstellen. Die gebürtige Rostockerin Frau Semlow studierte während der vergangenen Jahre an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Medienwissenschaft, Humangeographie und Anglistik und lebte während längerer Auslandsaufenthalte in England und Neuseeland an ferneren Ufern.
Nun, zurück in ihrer Heimatstadt, freut sich Christina Semlow mit dem zukunftsweisenden Regiopole-Projekt Fahrt aufzunehmen. Insbesondere begrüßt sie die Zusammenarbeit mit den Partnern und Akteuren der Stadt und der Region. Denn erst die Bildung einer stabilen innerregionalen Zusammenarbeit und einer gemeinsamen regionalen Identität zeichnet eine Regiopole aus und macht sie nach innen wie nach außen stark. Daher sieht sie es als ihre vordringliche Aufgabe an einen strategischen Handlungsrahmen für die Aktivitäten innerhalb der Regiopolregion zu entwickeln.
Sie erreichen Christina Semlow telefonisch unter: 0381 / 700 089 454 sowie per Email an: christina.semlow@regiopole-rostock.de
Arbeitsprogramm für 2012
In der ersten Sitzung des Initiativkreises Regiopole Rostock am 11.01.2012 ist das Arbeitsprogramm für das Jahr 2012 erörtert worden.
Im Vordergrund der Aktivitäten steht wie bereits im letzten Jahr die Einrichtung einer Geschäftsstelle. Hierzu konnten im Jahr 2011 Mittel akquiriert werden, die im Jahr 2012 für die Schaffung einer Personalstelle im Zuge einer Strukturentwicklungsmaßnahme des Landes M-V verwendet werden sollen. Ein entsprechender Förderantrag wird derzeit beim Wirtschaftsministerium gestellt. Eine Entscheidung über den Erfolg dieses Antrages wird im ersten Quartal 2012 erwartet. Die Personalstelle soll an die Region Rostock Marketing Initiative e.V. angegliedert werden und im zweiten Quartal 2012 ihre Arbeit aufnehmen.
Der Initiativkreis erhofft sich durch die personelle Unterstützung eine weitere Steigerung des Bekanntheitsgrades der Regiopolenidee inner- und außerhalb der Region Rostock. Für die innerregionale Zusammenarbeit der Akteure gilt es strategische und operative Strukturen zu schaffen. Zu diesem Zweck soll ein strategischer Handlungsrahmen, wie er analog auch für die Metropolregionen erarbeitet wurde, für die Zukunft der Regiopole Rostock entwickelt werden. In diesem müssen die Handlungs- und Kompetenzfelder der Regiopolregion identifiziert und mit einem Aktivitätenplan untersetzt werden. Auf dieser Grundlage sollen die bestehenden Akteure und Aktivitäten in der Regiopolregion zusammengeführt und zukünftig stärker vernetzt werden. Zudem soll ein Konzept für eine langfristige Finanzierung einer Geschäftsstelle entwickelt werden.
Um die Selbst- und die Fremdwahrnehmung zu verbessern, soll kurzfristig, z.B. im Rahmen eines (studentischen) Wettbewerbs, ein Logo für die Regiopole Rostock entwickelt werden. Die Ausschreibung eines solchen Wettbewerbs verspricht eine breite Beschäftigung mit dem Konzept der Regiopole Rostock und kann den innerregionalen Bekanntheitsgrad des Konzeptes steigern. Ebenfalls in den Bereich der Außenkommunikation fällt die Gestaltung von zwei Homepages (www.regiopole.de und www.regiopole-rostock.de), für welche die technischen Voraussetzungen bereits in 2011 geschaffen wurden. Die Erarbeitung der Inhalte erfolgt derzeit durch den Initiativkreis Regiopole Rostock, dem Mitglieder der IHK, des Regionalen Planungsverbandes, der Hansestadt und des Landkreises Rostock angehören. Mit einer Freischaltung der neuen Seiten ist im 1. Quartal 2012 zu rechnen.
Im Jahr 2012 steht zudem die Organisation einer dritten Bürgermeisterkonferenz an, auf der die im Jahr 2010 angestoßenen Diskussionen der Bürgermeister und Initiativen der Regiopolregion weitergeführt werden können. Auf regionaler Ebene sollen künftig verstärkt vorhandene Strukturen innerhalb der Amts- und kommunalen Verwaltungen genutzt werden, um das Selbstverständnis und die Identifikation mit der Regiopol-Region weiter zu befördern.
Auf nationaler Ebene soll eine zweite Regiopolenkonferenz initiiert werden, um weitere Städte für das Konzept zu begeistern und langfristig die Gründung eines Regiopolennetzwerkes zu forcieren. Hierbei ist insbesondere die Vertiefung von Kontakten mit anderen potenziellen Regiopolen im In- und Ausland von hoher Bedeutung, um das Standing der Regiopole Rostock in einem multizentralen Deutschland bzw. einem Europa der Regionen auszubauen und zu festigen.
Jahresrückblick 2011
Das Jahr 2011 war in der Regiopole Rostock von einer Festigung der Zusammenarbeit der Akteure und von der Vorbereitung und finanziellen Absicherung neuer Maßnahmen für 2012 geprägt.
Auf nationaler Ebene fand im März 2011 ein informelles Treffen potenzieller Regiopolen in Berlin statt, bei dem um eine Verstärkung des Engagements und der Zusammenarbeit geworben wurde. Teilgenommen haben Vertreter bzw. Vertreterinnen aus den Städten Kassel, Kiel, Koblenz, Osnabrück, Trier und Rostock, ein Vertreter des Ministeriums des Innern aus Rheinland Pfalz sowie ein Vertreter des BMVBS, welcher die Unterstützung der Initiative durch das BMVBS zusagte. Das mittelfristige Ziel besteht weiterhin in der Gründung eines nationalen Regiopolen-Netzwerkes.
Im Juni 2011 wurde durch einen Vertreter der obersten Landesplanungsbehörde ein Artikel "Regiopole als Kooperations- und Zentralitätsmodell ? dargestellt am Beispiel Rostock" für den Bericht der Jahrestagung der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung 2010/2011 zur Regiopole Rostock verfasst. Die jährlich stattfindende IHK-Regionalkonferenz in der Region Rostock befasste sich im Oktober 2011 unter dem Stichwort der Kreisgebietsneuordnung mit der neuen Qualität der Zusammenarbeit in der Regiopolregion Rostock. Schwerpunktthemen waren regionale Aspekte der Gewerbeflächenentwicklung und der regionale Nahverkehr. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Internetangebot der IHK zu Rostock.
Ebenfalls im Oktober haben 18 von 22 Kommunen eine Gemeinsame Erklärung zum Stadt-Umland-Entwicklungsrahmen Rostock unterzeichnet. Da der raumordnerisch definierte Stadt-Umland-Raum quasi als Kern der Regiopolregion Rostock definiert werden kann, ist auch in dieser Erklärung das Bekenntnis zur Regiopole Rostock verankert. Näheres hierzu auf der Homepage des Planungsverbandes unter Stadt-Umland-Planung.
Das Land M-V, der Regionaler Planungsverband Mittleres Mecklenburg/ Rostock und die Hansestadt Rostock arbeiten bereits seit dem zweiten Halbjahr 2011 gemeinsam an einer Bewerbung in einem neuen INTERREG IVB-Projekt, in dem das Regiopolenkonzept ein Bestandteil werden soll. In diesem Zusammenhang wurde das Konzept im Dezember 2011 in Riga erstmals außerhalb Deutschlands vor Partnern aus Schweden, Finnland, Polen, Lettland und Norwegen präsentiert.
Zur Verbesserung der Informationsmöglichkeiten über das Regiopolenkonzept wurde u.a. der bestehende deutsche Wikipedia-Artikel ergänzt und ein englischer Artikel verfasst.
In mehreren Arbeitsgruppen aus Stadtvertretern und Bürgern wurde in der Stadt Schwaan ein Städteleitbild erarbeitet, das auch die Einbeziehung in der Regiopole Rostock als Maßnahme umfasst. Eine Vertreterin der Stadt Schwaan, nahm das erste Mal an einem Treffen des Initiativkreises der Regiopole Rostockteil. Die Regiopolen-Strategie aus Rostocker Sicht wurde durch eine Vertreterin der IHK zu Rostock auf der Regionalplanertagung der drei Bundesländer Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern Anfang Dezember 2011 in Tangermünde vorgestellt. Der Vortrag ist hier einsehbar.
In 2011 wurden weiterhin die technischen Voraussetzungen für zwei getrennte Internetseiten (www.regiopole.de und www.regiopole-rostock.de) mit neuem, benutzerfreundlichem Layout geschaffen. Die Erarbeitung von Inhalten erfolgt im Jahr 2012.
Arbeitsprogramm 2011 aufgestellt
Der Initiativkreis Regiopole Rostock hat in seiner letzten Sitzung des Jahres 2010 die Arbeitsschwerpunkte für das Jahr 2011 beraten und festgelegt.
Von vordringlicher Bedeutung ist die Errichtung einer Geschäftsstelle, um eine dauerhafte und stetige Weiterarbeit an der Etablierung der Regiopole Rostock zu ermöglichen. Dazu werden geeignete Fördermöglichkeiten eruiert und genutzt.
Daneben bildet die Weiterführung des Diskussionsprozesses zum Thema Regiopole in der Region Rostock aber auch auf nationaler und internationaler Ebene einen wesentlichen Schwerpunkt der Arbeiten in 2011.
Auf nationaler Ebene wird langfristig die Durchführung eines 2. Nationalen Regiopolen-Forums vorbereitet. Geplant ist, in dieser Veranstaltung auch verstärkt eine internationale Beteiligung neuer Partner zu erreichen. In Vorbereitung dieser Veranstaltung sind daher weitere informierende und werbende Gespräche mit potenziellen Regiopol-Regionen in Deutschland und Europa durchzuführen.
Auf regionaler Ebene sollen künftig verstärkt vorhandene Strukturen innerhalb der Amts- und kommunalen Verwaltungen genutzt werden, um das Selbstverständnis und die Identifikation mit der Regiopol-Region weiter zu befördern.
Bereits laufende regionale Initiativen und Projekte sowie Regionalentwicklungskonzepte der gesamten Region sollen in 2011 zusammengetragen und publiziert werden, um ein Gesamtbild möglicher Projekte zu zeichnen, die unter dem Schirm der Regiopole weiter verfolgt und entsprechend vermarktet werden könnten. Daneben soll es aber auch um eine bessere Kommunikation und Vernetzung von Projekten gehen, weshalb z.B. die Durchführung von Projektbörsen geplant ist.
Schlussendlich ist es geplant, die Internetpräsens zum Thema Regiopole deutlich zu verbessern. Dazu sollen 2 getrennte, aber miteinander vernetzte Internetseiten eingerichtet werden. Eine Seite soll der Vorstellung des Themas Regiopole allgemein dienen und den potenziellen nationalen und internationalen Partner eine Präsentationsplattform bieten. Die zweite Seite dient der Weiterentwicklung des Internetauftritts der Regiopole Rostock.
Bürgermeisterrunde für den Landkreis Güstrow am 09.11.2010
Mit Vertretern der Gemeinden sowie der Politik des Landkreises Güstrow hat sich der Initiativkreis Regiopole Rostock am 09.11.2010 in Güstrow intensiv zu den Themen E-Mobilität und Logistik in der Regiopol-Region Rostock ausgetauscht.
In vorangegangenen Veranstaltungen wurde das Verständnis für die Bedeutung der Regiopol-Region und Rostock als deren Zentrum aufgebaut. In Güstrow sollte nun mit thematischer Ausrichtung Vorteil und Nutzen der Vernetzung innerhalb der Regiopole für die Kommunen stärker kommuniziert werden. In einer intensiven Diskussion wurde deutlich, dass konkrete Aktivitäten seitens der Regiopoleninitiative folgen müssen. Als Kommunikationsweg sollen stärker bestehende Strukturen innerhalb der Amts- und Stadtverwaltungen genutzt werden.
Ministerkonferenz für Raumordnung beschließt Aufnahme des Begriffs Regiopole in die Leitbilder der Raumordnung
Die Ministerkonferenz der Raumordnung (MKRO) hat auf ihrer Sitzung am 19. Mai 2010 eine "Konkretisierung und Weiterentwicklung der Leitbilder für die Raumentwicklung in Deutschland" beschlossen. Neben den Metropolen wird in den Leitbildern der Begriff "Regiopole" als eigenständige Kategorie aufgenommen. Sie werden im Gegensatz zu den Metropolen zwar bundesweit nicht festgeschrieben, aber die Initiative zur Herausbildung von Regiopolen wird ausdrücklich unterstützt:
"Die MKRO stellt fest, dass sich die Leitbilder und Handlungsstrategien für die Raumentwicklung in Deutschland, die sie im Jahr 2006 verabschiedet hat, bewährt haben und dass sie bei der Gestaltung der räumlichen Entwicklung in Deutschland umgesetzt werden. (...)
Um die Leitbilder den sich verändernden wirtschaftlichen, sozialen und naturräumlichen Rahmenbedingungen anzupassen und um die Erkenntnisse aus dem bisherigen Diskussions- und Umsetzungsprozess in Politik und Praxis einzubeziehen, sind sie zu ergänzen und fortzuschreiben. (...)
Die MKRO beschließt, dass der Konkretisierung und Weiterentwicklung der Leitbilder folgende Eckpunkte zugrunde zu legen sind:
Stadtregionen und ländliche Räume (...)
Die von der MKRO benannten Europäischen Metropolregionen und ihre Verflechtungsräume stellen nur eine von mehreren Ebenen der möglichen und notwendigen Zusammenarbeit zwischen Städten und ihrem Umland dar. Die vorhandenen Ober- und Mittelzentren und ihre Verflechtungsräume sollten die kommunale Zusammenarbeit in regionalen Partnerschaften weiterentwickeln und dabei von der Raumordnung unterstützt werden. Dies schließt auch Initiativen zur Herausbildung von "Regiopolen" ein, mit denen Wachstums- und Innovationsprozesse in Räumen abseits der Metropolregionen als Prozesse der Selbstorganisation auf Initiative regionaler Akteure befördert werden können. (...)"
(Auszüge aus der Beschlussvorlage der MKRO vom 19. Mai 2010 zur "Konkretisierung und Weiterentwicklung der Leitbilder für die Raumentwicklung in Deutschland")
Zum Stand der Regiopolendiskussion auf überregionaler Ebene
Auf Bundesebene wird die Gründung eines nationalen Regiopolen-Netzwerkes angestrebt. Der Deutsche Städtetag beschäftigt sich bereits mit der Thematik. Durch die Teilnahme an der euregia 2010 vom 25. - 27.10.2010 in Leipzig erhofft sich der Arbeitskreis Regiopole Rostock einen weiteren Erfahrungsaustausch und Steigerung des Bekanntheitsgrades der Regiopolen. Die Ministerkonferenz der Raumordnung (MKRO) hat auf ihrer letzten Sitzung am 19. Mai 2010 eine "Konkretisierung und Weiterentwicklung der Leitbilder für die Raumentwicklung in Deutschland" beschlossen.
Bürgermeisterkonferenz Regiopolregion Rostock am 29.04.2010 in Teterow
Was wäre der Mehrwert einer Regiopole für den Wirtschaftsraum Rostock und Mecklenburg-Vorpommern? Wer gehört zur Regiopole/Regiopolregion? Dies sind die Fragen, die im Fokus der Bürgermeisterkonferenz zum Thema Regiopolregion Rostock am 29. April 2010 im BioMedizin-Technikum in Teterow standen.
Auf Einladung des Ministeriums für Verkehr, Bau und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern, der Industrie- und Handelskammer zu Rostock sowie des Regionalen Planungsverbandes Mittleres Mecklenburg/Rostock trafen sich Vertreter der Gemeinden und Landkreise sowie der zuständigen Ämter zu einer regen Diskussion und äußerten offen Anregungen und Bedenken zur Regiopole/Regioplregion Rostock.
Als Ergebnis der Bürgermeisterkonferenz kann festgehalten werden, dass die Regiopole als Chance verstanden wird, die Wirtschaftskraft und Ausstrahlung der gesamten Region zu verbessern. Gleichzeitig ist die Idee der Regiopole aber auch immer noch erklärungsbedürftig. Die Kommunen der Region müssen stärker in das Regiopole-Netzwerk einbezogen werden, damit die jeweiligen Stärken von Stadt und Umland zusammengebracht werden können. Um die vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten eines Regiopolenkonzeptes voll auszuschöpfen, muss es in den Kommunen verankert sowie die verschiedenen Akteure einbezogen werden. Die interkommunale Kommunikation und Zusammenarbeit muss verstärkt werden und auf gleicher Augenhöhe stattfinden.
Um mit den Kommunen im Dialog zu bleiben und den Prozess weiter voranzutreiben, werden zukünftig zusätzlich Bürgermeisterrunden in kleinerem Kreise durchgeführt, bspw. mit den Amtsverwaltungen eines Landkreises. Diese werden bestimmte Themenbereiche beleuchten, z.B. konkrete Auswirkungen der demografischen Entwicklung oder Kooperation bei alternativen Energien. Die erste Runde wird nach der Sommerpause stattfinden. Eine (große) Bürgermeisterkonferenz wird künftig jährlich durchgeführt, um über den Fortgang der Entwicklung zu berichten und zu diskutieren. Die Vielzahl an genannten möglichen gemeinsamen Themen zeugt von einer generellen Aufgeschlossenheit der Kommunen gegenüber der Regiopolenentwickung.
Landesregierung und IHK unterstützen Ausbau der Regiopole Rostock zur Regiopolregion
Rostock, 29. April 2010. Vertreter aus Politik und Verwaltung der Kommunen des Wirtschaftsraums Rostock sowie des Arbeitskreises Regiopole Rostock diskutierten heute bei der Bürgermeisterkonferenz im BioMedizin-Technikum in Teterow über die Bedeutung und Zukunft der Regiopole Rostock für die Region und das Land Mecklenburg-Vorpommern und wie die Region stärker in den Regiopole-Prozess einbezogen werden kann.
Die Teilnehmer der Konferenz, zu der das Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung MV, die Industrie- und Handelskammer zu Rostock und der Regionale Planungsverband Mittleres Mecklenburg/Rostock einluden, hoben hervor, dass die wirtschaftliche Entwicklung und hervorragende Verkehrsanbindung der Regiopole Rostock ein enormes Wachstumspotenzial an der Ostseeküste des Landes bedeutet. Um aber die vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten eines Regiopolenkonzeptes voll auszuschöpfen, muss es in den Kommunen fest und breit verankert werden.
Der Staatssekretär im Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung, Sebastian Schröder sprach sich dafür aus, die angrenzenden Kommunen stärker in die Regiopole einzubeziehen: "Rostock ist eindeutig die Wirtschaftslokomotive des Landes und eine aufstrebende ostdeutsche Großstadt mit Wachstumspotenzial. Die Stadt Rostock braucht das Umland für seine weitere wirtschaftliche Entwicklung. Dabei dient die Region um Rostock nicht nur als Flächenspender, sondern bietet hervorragendes wissenschaftliches und gewerbliches Potenzial, das es zu fördern gilt. In der Regiopolregion Rostock leben etwa 450.000 Menschen. Die Effekte einer Regiopolregion Rostock können die Grundlage für eine gemeinsame Vermarktungs- und Marketingstrategie sein. Zusätzlich ist sie auch identitätsfördernd für die Menschen in der Region. Deshalb sollen möglichst alle Kommunen der Region in das Regiopolennetzwerk eingebunden werden, damit die jeweiligen Stärken von Stadt und Umland zusammengebracht werden können."
"Die Regiopole Rostock zeigt das Selbstbewusstsein, die Hansestadt aus nationaler und internationaler Sicht als attraktiven Standort für Wirtschaft und Wissenschaft weiter auszubauen. Unser Ziel muss es deshalb sein, den Regiopolgedanken gemeinsam mit Partnern aus der Region schrittweise zu kommunizieren und regional zu verankern", betonte Dr. Christine Grünewald, Geschäftsführerin der IHK zu Rostock. "Die Regiopole soll als Möglichkeit verstanden werden, die Wirtschaftskraft und Ausstrahlung zu verbessern. Die Einbeziehung der verschiedenen Akteure in der Region gibt dabei dem Prozess vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten", so Grünewald weiter.
Die "Regiopole" ist eine von der Universität Kassel entworfene Bezeichnung zur Einordnung von größeren Mittelstädten. Regiopole werden die Stadtregionen bezeichnet, die größer als ein "Oberzentrum", jedoch kleiner als eine "Metropole" sind. Der Begriff Regiopole umfasst die Großstädte, welche deutlich von anderen Metropolen entfernt sind, bis zu 300.000 Einwohner und mindestens eine Hochschule/ Forschungseinrichtung haben. Rostock ist die erste Regiopole in Deutschland, die das Konzept übernommen hat.
Tagungsband 1. Nationales Regiopolen-Forum erschienen
Die Dokumentation des am 27. Oktober 2009 gemeinsam von der IHK zu Rostock und vom Deutschen Städtetag durchgeführten Regiopolen-Forums ist erschienen. Es enthält alle Redebeiträge sowie die Ergebnisse des Forums.
Mit dem 1. Nationalen Regiopolen-Forum wurde ein erster Schritt unternommen, mittlere und kleine Großstädte, die abseits der metropolitanen Verflechtungsräume Wachstumszentren darstellen, eine Plattform zu bieten, sich analog den Metropolen zu positionieren und organisieren. Ein erster Erfahrungsaustausch im Rahmen des Forums belegt die Aktualität der Regiopolenentwicklung und Dringlichkeit, diesen Diskurs weiter fortzuführen. Die Fortsetzung des Erfahrungsaustauschs ist erwünscht.
» Download: Tagungsband 1. Nationales Regiopolen-Forum (PDF 5,1 MB)
Die Idee wächst - die Regiopole Rostock initiiert erstes nationales Regiopolen-Forum
Die Regiopole Rostock entwickelt sich fort und will hoch hinaus. Das bekunden die Initiatoren des 1. Nationalen Regiopolen-Forums heute (27. Oktober 2009) in der IHK zu Rostock.
Vertreter verschiedener kleiner Großstädte, unter anderem Kiel, Cottbus, Würzburg, Ulm sowie Regensburg kamen in der IHK zu Rostock zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Interessen auszuloten.
Geplant ist die Gründung eines Regiopolen-Netzwerkes im kommenden Jahr, zu der die Teilnehmer ihr Interesse ausdrückten.
Kleinere Großstädte gehen oftmals mit inhaltlichen Anliegen im Bereich der Metropolen unter. Ein künftiges Regiopolen-Netzwerk soll dabei eine eigenständige Interessenvertretung erhalten.
"Ziel ist es, ihre Identität nach Innen auszuprägen und ihre nationale und internationale ökonomische, soziale und ökologische Leistungsfähigkeit zu steigern", sagte Rolf Paarmann, Hauptgeschäftsführer der IHK.
Die Veranstalter des Rostocker Forums wollen den künftigen Regiopolen sowohl in der Bundes- und Landespolitik als auch bei der Weiterentwicklung der raumordnerischen Leitbilder ein eigenständiges und angemessenes Gewicht verleihen. Städte identifizieren sich immer mehr über Stadtregionen. Beziehungen der Städte mit dem Umland werden immer vielschichtiger und intensiver. Der Begriff Regiopole soll daher als neue Kategorie für größere Mittelstädte unterhalb der Metropole und oberhalb des Oberzentrums eingeführt werden. "Eine Regiopole ist so etwas wie eine kleine Metropole. Die Landesregierung hat sich dafür stark gemacht, dass der Begriff der Regiopole in das Raumordnungsgesetz aufgenommen wird. Auf der Sitzung der Raumordnungsministerkonferenz im Juni 2009 haben sich die Bundesländer dafür ausgesprochen, die Aufnahme des Begriffs Regiopole als offizielle Kategorie der Raumordnung zu prüfen. Dies ist ein Erfolg", sagte der Staatssekretär im Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung, Sebastian Schröder in Rostock.
Regiopolen sind Wachstumsräume außerhalb der Metropolen. Als Entwicklungsmotoren erschließen sie durch Dynamik, Innovationskraft und Lebensqualität sich und ihrem Verflechtungsraum neue Potenziale und Qualitäten.
Im Wettbewerb der Regionen entfalten Regiopolen wirtschaftliche Anziehungskraft. Zusätzlich geht es aber auch um imagebildende Faktoren. Standortentscheidungen von Investoren und Zuzugswilligen werden zunehmend nach der Qualität einer Stadt vorgenommen. Dazu gehören unter anderem Kultur, Architektur, soziale Qualitäten sowie Bildungsmöglichkeiten.
Die Initiatoren des ersten Nationalen Regiopolen-Forums sind die Hansestadt Rostock, der Regionale Planungsverband Mittleres Mecklenburg/ Rostock, die IHK zu Rostock, das Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung M-V sowie der Deutsche Städtetag. Eingeladen waren ebenfalls Bund und Länder sowie Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur.
» Download: Redebeiträge auf dem Forum
» Download Kernziele von Regiopolen
» Download Thesen zur Regiopole Rostock
» Download: Teilnehmerliste des Forums
Mehr Gewicht für die Wachstumskerne zwischen den Metropolen
Das raumordnerische Leitbild "Wachstum und Innovation" (2006) sieht für die Bundesrepublik elf Metropolregionen vor und weist ihnen engere und erweiterte Verflechtungsräume zu. Außerhalb der engeren metropolitanen Verflechtungsräume sind bisher sehr wenige Wachstumskerne identifiziert worden. In den erweiterten metropolitanen Verflechtungsräumen wird auf die Oberzentren als Wachstumsmotoren verwiesen. Doch es gibt eine Reihe von größeren Mittelstädten außerhalb der engeren metropolitanen Verflechtungsräume, die eine räumliche, wirtschaftliche und soziokulturelle Eigendynamik entwickeln, welche über die normalen oberzentralen Funktionsbilder hinausgeht.
In den Jahren 2008 und 2009 definierte eine Initiativgruppe aus Rostock zusammen mit der Universität Kassel eine neue Ebene für die zentralörtliche Hierarchie in Deutschland: die Regiopole.
1. Nationales Regiopolenforum am 27.10.2009 in Rostock
Mit einem nationalen Forum wollen die Initiatoren mit den größeren Mittelstädten außerhalb der Metropolregionen Erfahrungen austauschen und über gemeinsame Interessen sprechen. Sie wollen den künftigen Regiopolen sowohl in der Bundes- und Landespolitik als auch bei der Weiterentwicklung der raumordnerischen Leitbilder ein eigenständiges und angemessenes Gewicht verleihen.
Eingeladen sind Bund und Länder sowie Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur, um die Idee eines künftigen Regiopolennetzwerkes zu diskutieren. Im Ergebnis des Rostocker Forums und in Abstimmung mit dem Deutschen Städtetag ist vorgesehen, diese Initiative im Frühjahr 2010 in Erfurt fortzusetzen.
Das 1. Nationale Regiopolenforum ist eine Initiative von: Hansestadt Rostock, IHK zu Rostock, Regionaler Planungsverband Mittleres Mecklenburg/Rostock, Deutscher Städtetag, Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern.
» Download: Flyer Regiopole Rostock (PDF 0,5MB)
Hansestadt Rostock schreibt Regiopole in seine Leitlinien
Die Regiopole Rostock definiert sich als Wachstumsraum zwischen den Metropolen Hamburg, Kopenhagen und Berlin. Das Amt für Stadtplanung und Stadtentwicklung der Hansestadt Rostock stellte die Entwürfe zur Fortschreibung der Leitlinien zur Stadtentwicklung unter dem Motto "Regiopole Rostock" zur Diskussion. Der aktuelle Entwurf des Leitbildes lautet: "Als zentraler Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturstandort des Landes Mecklenburg-Vorpommern übernehmen wir zunehmend Verantwortung bei der Vertiefung der internationalen Kooperation im baltischen Raum. Wir profilieren uns zur Regiopole an der Ostsee und prägen unseren unverwechselbaren Charakter als weltoffene, familienfreundliche und kreative Universitäts- und Hafenstadt weiter aus. Die Herausforderungen des demografischen Wandels nehmen wir an und räumen allen Einwohnerinnen und Einwohnern gleiche Chancen ein. Wir sind Vorreiter beim Klimaschutz und pflegen unser Image als grüne Stadt am Meer."
Die eingehenden Hinweise fließen in die Überarbeitung und den Gesamtentwurf der neuen Leitlinien ein. Im Anschluss wird das Amt für Stadtplanung und Stadtentwicklung diesen Entwurf auf einem öffentlichen Bürgerforum im Rathaus zur Diskussion stellen.
Ministerkonferenz für Raumordnung thematisiert Regiopole
Im Rahmen der Weiterentwicklung der Leitbilder der Raumordnung stehen der Stellenwert, die Entwicklungspotenziale und die Vernetzungschancen der Regiopolen auch bei der Ministerkonferenz für Raumordnung auf der Tagesordnung.
Regiopole im Entwurf des Regionalen Raumentwicklungsprogrammes Mittleres Mecklenburg/Rostock verankert
Im Entwurf des Regionalen Raumentwicklungsprogrammes Mittleres Mecklenburg/Rostock (Mai 2009) wird der Anspruch der Region bestätigt, nicht einfach nur der Logik eines Oberzentrums zu folgen, sondern sich als Regiopole aufzustellen. Leitlinie Nr. 1: "Die Hansestadt Rostock ist als Regiopole des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit ihrem oberzentralen Verflechtungsbereich (Regiopolregion) zu entwickeln."
Landtag Mecklenburg-Vorpommern beschließt zu Regiopolen
Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern forderte in seiner Sitzung am 02.04.2009 die Landesregierung auf, sich auch im Rahmen der Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) in Ergänzung der Beschlussfassung der MKRO zur Festlegung von Metropolregionen für eine Erweiterung um ein Regiopolregionen-Konzept einzusetzen. Begründet wurde der Antrag von SPD und CDU u.a. damit, dass es auch außerhalb der engeren metropolitanen Verflechtungsräume dynamische Wachstumscluster, Städte und Standorträume gibt, die ein eigenständiges zukunftsfähiges Profil aufweisen. Um die Weiterentwicklung dieser Potenziale mit zu unterstützen, sollte das Metropolregionen-Konzept um ein Konzept von Regiopolregionen ergänzt werden.
Rostock will Regiopole in Leitlinien aufnehmen
Am 05.02.2009 fand im Bürgerschaftssaal des Rathauses eine öffentliche Auftaktveranstaltung zur Fortschreibung der Leitlinien zur Stadtentwicklung statt. Ziel des Leitbildprozesses ist eine Definition der Hansestadt Rostock als Regiopole zwischen den Metropolen Hamburg, Kopenhagen und Berlin. Ein erster Vorschlag zur Struktur der Leitlinien stand unter dem Motto "Rostock - die Ostsee-Regiopole mit Weitblick". Demnach soll Rostock als größtes Oberzentrum und zentraler Wirtschaftsstandort des Landes Mecklenburg-Vorpommern sowie als bedeutendes Zentrum an der Ostsee die Entwicklung im baltischen Raum mitgestalten. Die Hansestadt soll sich zur Regiopole im Ostseeraum profilieren und auch in Zukunft ihren unverwechselbaren Charakter als florierende, kreative und tolerante Universitäts- und Hafenstadt noch weiter ausbauen.
Medien greifen Regiopole Rostock auf
Unter der Überschrift "Regiopole Rostock - Die Idee nimmt Fahrt auf... " stellten die Initiatoren der Regiopole Rostock auf einer Pressekonferenz am 11.12.2008 in der IHK zu Rostock Expertise und Report zur Regionalkonferenz 2008 vor. Das Papier stieß auf großes Interesse und war in der Folgezeit Thema verschiedener Medien.
» Download: Presseartikel Regionalkonferenz 2008 (PDF 0,6MB)
Expertise beschreibt Ende 2008 die Grundzüge der Regiopole Rostock
Die Ergebnisse der Regionalkonferenz der IHK zu Rostock wurden Ende 2008 in einer Expertise aufbereitet und veröffentlicht. Das Papier stellt Rostock Vorreiterrolle auf der Suche nach einer neuen Positionierung der kleineren Großstädte im deutschen und europäischen Städtesystem heraus und belegt die Bereitschaft der Regiopole Rostock zur gemeinsamen Positionierung nach innen und außen.
Die Expertise umfasst eine Herleitung des Begriffs Regiopole, eine Profilbeschreibung der Regiopole Rostock, eine Dokumentation der bisherigen Arbeitsweise und gibt Empfehlungen zum weiteren Prozess. Auftragnehmer zur Erstellung der Expertise war das Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung an der Universität Kassel.
» Download: Expertise Regiopolenforum 2009 (PDF 12MB)
Auszüge aus der Expertise:
"Der Blick auf die deutschen Großstädte offenbart [...] insgesamt 33 potenzielle Regiopolen in der Bundesrepublik. Das erforderliche Potenzial, Regiopole zu sein, lässt sich aber nicht abschließend an einfachen Kriterien festmachen. Es resultiert vielmehr aus dem Vermögen und der Haltung einer Stadt, sich als regionaler Entwicklungsmotor zu verstehen [...]. Für diese 33 ausgewählten Städte wurde der Gravitationsansatz operationalisiert. Zunächst wurde die Distanz zum nächsten größeren metropolitanen Kern ermittelt, wobei nicht die Luftlinie, sondern die Pkw-Fahrstrecke bemessen wurde. Die Masse der einzelnen Städte wurde nicht über die eigene Einwohnerzahl, sondern sowohl über einen regionalen Bevölkerungserreichbarkeitsansatz (= regionales Bevölkerungspotenzial im Inland) als auch über den Metropolfunktionenindikator (= Innovations- und Steuerungsstärke sowie Verflechtungspotenzial) des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) abgebildet." (S. 11-12)
"Die [...] identifizierten Regiopolen zählen zusammen etwa 5,7 Millionen Einwohner. Das sind 7 Prozent der Bevölkerung Deutschlands, etwas mehr als die beiden größten Metropolen Berlin und Hamburg zusammen. Als Bevölkerungspotenzial im Inland errechnet sich ein kumulierter Wert von 13,2 Millionen Einwohnen. Addiert man die Metropolfunktionenindizes aller hier untersuchten Regiopolen zusammen, so ergibt sich ein Wert von 672. Zum Vergleich: In den Berechnungen des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung erhält Deutschlands größte Stadt Berlin einen Index von 312, Stuttgart 171 und Leipzig 81. Alles in allem kann man festhalten, dass die potenziellen Regiopolen weder Leichtgewichte noch eine vernachlässigbare Größe im Kontext der Globalisierung und im deutschen Städtesystem darstellen." (S. 14)
"Die Regiopole Rostock ist ein freiwilliger Zusammenschluss unter einem gemeinsamen Dach, der bereits eine erste Trägerstruktur aufweist und konkrete Form angenommen hat. [...] Unter dem gemeinsamen Dach stehen Säulen, die im Wesentlichen von den strategischen Zielen und Projekten der Regiopole Rostock getragen werden. Die wichtigsten gemeinsamen Ziele lauten:
- Positionierung als starker Wirtschaftsstandort und herausgehobenes Oberzentrum mit einem besonderen Regiopolraum im Kontext des Landes Mecklenburg-Vorpommern;
- Fundierte Begründung und Anerkennung der Regiopole Rostock als Wachstumsraum und Innovationsstandort außerhalb der Metropolregionen auf der Bundesebene;
- Imagegewinn und Profilierung der Regiopole Rostock als Standort der Wissensgesellschaft mit einem hohen Symbolwert und wachsenden Bekanntheitsgrad;
- Schwerpunktsetzung des Finanzausgleichs in M-V auf die größeren Siedlungszentren wie die Regiopole Rostock (Zentrale Orte);
- Bündelung der Kräfte und Partner unter einem Dach einer Regiopole Rostock als Kooperationsprojekt und Kommunikationsstrategie." (S. 38-39)
"Das Dach der Regiopole Rostock als Behauptung und Konzept sowie die tragenden Säulen in Gestalt der strategischen Ziele und Projekte ruhen schließlich auf einem Fundament. Damit sind der Kooperations- und Kommunikationsprozess sowie die Entwicklung von Strukturen einer regiopolitanen Zusammenarbeit gemeint. Das Fundamenta konstituiert sich bis dato aus folgenden Partnern:
- Regionaler Planungsverband Mittleres Mecklenburg/Rostock, Industrie- und Handelskammer zu Rostock und Hansestadt Rostock (als Träger und Mitwirkende in einer Steuerungsgruppe),
- Land Mecklenburg-Vorpommern (als Beobachter),
- Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern, Rostock denkt 365° e.V., Universität Rostock (inkl. HIE-RO), Region Rostock Güstrow Bad Doberan Marketing Initiative e.V., Rostock Business und Werbeagentur WERK3 (als Partner und aktiv Mitwirkende im bisherigen Prozess)." (S.41)
Regionalkonferenz debattiert über Regiopole Rostock
Am 07.10.2008 fand in der IHK zu Rostock eine Regionalkonferenz zum Thema "Regiopole Rostock - Die Idee nimmt Fahrt auf..." statt. Dabei ging es vor allem um eine Darstellung der Chancen Rostocks als Regiopole im nationalen und europäischen Kontext und die Festigung der weiteren Zusammenarbeit mit Vertretern aus Stadt, Wirtschaft, Wissenschaft und weiteren interessierten Partnern. Ein wichtiges Ergebnis war das tatsächliche symbolische Bekenntnis für die Regiopole Rostock. Die Regionalkonferenz endete mit dem "hanseatischen Handschlag" zwischen den Projektpartnern - der Vereinbarung, künftig die Regiopole Rostock gemeinsam zu tragen und zu entwickeln.
Steuerungsgruppe initiiert Dialog über Regiopole
Im September 2008 wurde in der IHK zu Rostock ein Workshop der Steuerungsgruppe gemeinsam mit neuen Interessenten der Universität Rostock, dem Hanseatic Institute for Entrepreneurship & Regional Development (HIE-RO) und der Werbeagentur WERK3 durchgeführt. Im Workshop wurden die Grundlagen für die Regionalkonferenz am 07.10.2008 entwickelt.
Universität Kassel gibt Buch über Regiopolen heraus
Im August 2008 wurde von Prof. Dr. Jürgen Aring und Prof. Dr.-Ing. Iris Reuther das Buch "Regiopolen - Die kleinen Großstädte in Zeiten der Globalisierung" herausgegeben. Kurzbeschreibung: "Großstädte sind wirtschaftliche Kraftzentren und Schauplätze urbaner Lebensweise, zugleich aber auch Symbole für Globalität, Innovation und Kultur. Längst aber sind die kleineren großen Städte im Schatten der Metropolen unter Druck geraten. Um sich im Städtesystem Deutschlands und Europas behaupten zu können, sind sie gezwungen, ihr Profil als innovative Standorte mit eigenen Entwicklungspotenzialen zu schärfen. Diese "Regiopolen" stellen nicht nur einen speziellen Typus von Stadt dar, sondern sie repräsentieren zugleich einen neuen konzeptionellen Ansatz, der - geografisch wie funktional - zum erfolgreichen Aktionsraum politischer, wirtschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure geworden ist. In Beiträgen namhafter Autoren werden in diesem Buch die unterschiedlichen Positionen der aktuellen Diskussion und mögliche neue Entwicklungspfade aufgezeigt."
Bewerbung bei Nationaler Stadtentwicklungspolitik
Die Idee der Regiopole Rostock wurde im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik, einer Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, als Konzeptantrag eingereicht, um die Diskussion auf Bundesebene weiter zu forcieren.
Universität Kassel skizziert in einem Flyer die Regiopole Rostock
Der Flyer "Regiopole Rostock" fasst die Highlights der Regiopole Rostock zusammen:
- Lage an der Ostsee
- Tor zum Baltikum und Skandinavien
- Wirtschaftlich stärkste Stadt in M-V
- Seehafen als Drehscheibe im Norden
- Konzentration von über 30 der größten Unternehmen aus M-V in der Region Rostock
- Rostock als Standort der ältesten Universität Nordeuropas
- Größte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern und mit wachsender Bevölkerungszahl
- Lage auf der Nord-Süd-Achse "Ostsee-Adria"
- Heimat der Hanse Sail
- Magnet im Städtetourismus in M-V
- Standort im BioConValley Forschungsverbund
» Download: Flyer Regiopole Rostock (PDF 0,5MB)
Gründung einer Steuerungsgruppe für Regiopole Rostock
Der Aufstellungsprozess der Hansestadt Rostock als Regiopole wurde von Beginn an von der Hansestadt Rostock, der IHK zu Rostock und dem Regionalen Planungsverband Mittleres Mecklenburg/Rostock getragen und fand seinen Niederschlag in der Gründung einer Steuerungsgruppe, die von der Universität Kassel und dem Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern begleitet wurde.
Vorentwurf für Regionales Raumentwicklungsprogramm Mittleres Mecklenburg/Rostock nennt Regiopole als Leitlinie
Der Anspruch, nicht einfach nur der Logik eines Oberzentrums zu folgen, sondern sich als Regiopole aufzustellen, fand seinen Niederschlag in Leitlinie Nr. 1 des Vorentwurfs des Regionalen Raumentwicklungsprogrammes Mittleres Mecklenburg/Rostock (Dezember 2007): "Die Hansestadt Rostock ist als Regiopole des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit ihrem oberzentralen Verflechtungsbereich (Regiopolregion) zu entwickeln."
Rostocker Regionalkonferenz thematisiert Regiopole erstmals öffentlich
Unter der Überschrift "Regiopole Rostock - Die Nr. 1 an der Ostsee" wird am 04.09.2007 in der IHK zu Rostock das Thema Regiopole Rostock erstmals vor einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Etwa 100 Teilnehmer bekundeten in einer lebhaften Diskussion, die auf den Ergebnissen des studentischen Projektes basierte, ihr Interesse an dem Denk- und Konzeptansatz. Im Nachgang führte die IHK zu Rostock eine Befragung ihrer Partner durch, die ein hohes Maß an Mitwirkungsbereitschaft am Konzept und Status einer "Regiopole Rostock" verzeichnen konnte.
Studentisches Projekt an der Universität Kassel präsentiert "Rom-Rostock-Rio"
Im Januar 2007 präsentierten die Teilnehmer eines Studienprojektes der Universität Kassel die Ergebnisse ihres Projektes "Rom-Rostock-Rio - die kleinen Großen in Zeiten der Globalisierung" in den Räumen der IHK zu Rostock. Recherchen, Ergebnisse der Gespräche mit Vertretern der Hansestadt Rostock, der IHK zu Rostock, dem Regionalen Planungsverband Mittleres Mecklenburg/Rostock, der Wirtschaftsförderung Rostock Business, dem Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern, dem Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern und der Deutschen Seerederei sowie die Interpretation der Regiopole Rostock fanden Ihren Niederschlag in dem Entwurf der Zeitung "Regiopole Rostock - die Nr. 1 an der Ostsee".
» Download: Zeitung Universität Kassel (PDF 9,5MB)
Regiopole-Idee 2006 erstmals für Kassel vorgestellt
Am 14.09.2006 veranstalteten die Universität Kassel, der Zweckverband Raum Kassel (ZRK) und die Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) eine gemeinsame Tagung zum Thema "Regiopolen - Zwischen Metropolregionen und Peripherien". Etwa 100 Teilnehmer aus der Wissenschaft, von Städten sowie aus Institutionen der Raumordnung und Landesplanung nahmen daran teil. Mit der Tagung wurde das avisierte neue Forschungsprojekt "Regiopolen - Neue Lesarten, Knoten und Raumpartnerschaften" am Fachbereich Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung vorgestellt. Ergänzt wurde die Tagesveranstaltung durch eine öffentliche Abendveranstaltung mit Podiumsdiskussion, die unter der Überschrift "Regiopole Kassel?!" den Fokus auf die Stadt und Region Kassel legte.
Uni Kassel erfindet die Regiopolen
Prof. Dr. Jürgen Aring und Prof. Dr.-Ing. Iris Reuther vom Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung an der Universität Kassel legen erstmals eine Definition der "Regiopole" vor.
Regiopolen zeichnen sich einerseits durch eine große Distanz zu metropolitanen Zentren und andererseits durch eine hohe Bevölkerungszahl aus. Als Orientierungswert kann man von mindestens 100.000-150.000 Einwohnern ausgehen. Damit scheint eine Größe erreicht, die gewissermaßen die kritische Masse für die Attraktion vielfältiger Humanressourcen und die Herausbildung wirtschaftlicher Vielfalt ausmacht. Bezeichnenderweise sind Städte dieser Größe fast durchweg Standorte von Universitäten und auch von anderen Forschungseinrichtungen. Deshalb sind sie auch Zuzugsorte für gut ausgebildete junge Menschen, die diese Städte dann wiederum mit prägen. Sie sind Konsumenten und Produzenten von Kultur und Lebensstil und gleichzeitig ein qualifizierter Nachwuchspool für die Unternehmen der Region.
Regiopolen sind oft auch die Heimatbasis der sogenannten "hidden champions", das sind kleine und mittlere Unternehmen, die sich auf ihrem Spezialfeld die Rolle eines Weltmarktführers erarbeitet haben und so ausgesprochen wettbewerbsfähig und international orientiert sind.
Regiopolen haben durchweg den Status von Oberzentren und nehmen so eine höherrangige Versorgungsfunktion für ihr Umland ein. Der Begriff der Regiopole steht aber für mehr: Für eine besondere Rolle als Entwicklungspol in einer weit über oberzentrale Verflechtungsbereiche hinausgehenden Region.
Alle potenziellen Regiopolen stehen im Kontext ihrer (Stadt)regionen vor den Fragen:
- Welche Standorte der Wissensgesellschaft (Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstitute) erlangen Synergien im Rahmen des Wirtschaftsprofils am Standort?
- Welche internationalen Player sind im Spektrum der in der Stadt und Region ansässigen Unternehmen vertreten und welche überregionalen, transnationalen und globalen Verflechtungen haben sie?
- Wie gelingt es, besondere Lebensqualitäten der Stadt und Region als Ansiedlungsfaktoren für Führungskräfte und Hochqualifizierte von Außen, aber vor allem als Bindungskräfte für die Absolventen der eigenen Bildungsstandorte zu entwickeln und auch offensiv zu vermitteln?
Die Lesart und Ambition, nicht einfach nur der Logik eines Oberzentrums zu folgen, sondern sich als Regiopole aufzustellen, scheint deshalb für einige kleine Großstädte in Deutschland eine aktuelle Herausforderung und Chance. Rostock gehört dazu.
Studentisches Projekt skizziert Regiopole
Unter dem Titel "Rom-Rostock-Rio - die kleinen Großen in Zeiten der Globalisierung" greift ein Studentisches Projekt am Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung an der Universität Kassel im Wintersemester 2006/07 den Begriff der Regiopole auf.
Der Begriff Regiopole...
...setzt sich aus den Begriffen "regio"(Region) und "polis"(Stadt) zusammen
...ist neu im wissenschaftlichen Diskurs
...lehnt sich an den Begriff "Metropole" an, klingt aber kleiner und zurückhaltender
...stellt somit einen Bezug zur aktuellen Metropoldiskussion her
Was passiert mit den Städten, ...
...die nicht Teil einer Metropolregion sind?
...die etwa zwischen 100.000 und 300.000 Einwohner zählen?
...die auch einige Metropolfunktionen haben?
...die Standort einer Universität sind?


